Zwischen den 60iger und
Ende der 70iger Jahre erfreuten sich die sogenannten
"Aufstellfiguren" aus Kunststoff sehr großer
Beliebtheit. Zu den populärsten und bekanntesten
Herstellern zählte in dieser Zeit das britische
Unternehmen
Britains und
Timpo Toys.
Die Historie der Firma Timpo Toys geht bis in das Jahr
1938 zurück, wo zunächst nur Spielzeug aus Holz und
Metall herstellt wurde. Ab 1954 wurde statt Metall
Kunststoff für die dann steckbaren und mit der Hand
bemalten Spielzeugfiguren verwendet. Szenarien aus
dieser Produktionszeit waren beispielsweise Cowboys,
Indianer oder Ritter.
Einige Jahre später gelang den damaligen technischen
Leiter, Norman Tooth, das Produktionsverfahren zu
revolutionieren. Dadurch war es möglich, in einer Figur
mit nur einem Arbeitsgang verschiedenfarbige Kunststoffe
zu integrieren. Dadurch erübrigte sich die aufwendige
händische Bemalung, was eine ungemeine
Produktions-Steigerung und eine Vielfalt von Variationen
ermöglichte.
Ab diesem Zeitpunkt wurden die verschiedenartigsten
Figuren wie z. B. Cowboys, Indianer, Ritter, Nord- und
Südstaatler oder Legionäre hergestellt.
In den 70iger Jahren begann dann der Niedergang der
Firma Timpo Toys. Die Spielgewohnheiten in Kinderzimmern
hatten sich geändert, Playmobil, He-Man oder Star-Wars
Figuren verdrängten mehr und mehr die kleinen Steck- und
Aufstellfiguren.
Obwohl man versuchte, sich mit verbesserten Figuren
dagegen zu stemmen, erfolgte 1980 der offizielle
Konkurs.
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